Factory-Outlet-Center (FOC) Duisburg

Das Factory-Outlet-Center bietet den Duisburger Stadtteilen Hamborn und Marxloh eine neue Perspektive. Darüber hinaus wird es auch für die gesamte Stadt Duisburg und das Umland zu einem neuen Anziehungspunkt.
Der Rat der Stadt Duisburg hat in seiner Sitzung vom 17.10.2011 das weitere Planungsverfahren auf den Weg gebracht.

Vorgeschichte

So soll das FOC aussehenGroßbildansicht
So soll das FOC aussehen

Auf dem Gelände der Rhein-Ruhr-Hall sowie des ehemaligen Stadtbades ist eine städtebauliche Neuordnung auf dem für Duisburg-Nord wichtigen Grundstück erforderlich gewesen. Die Planungen gehen bis in das Jahr 2007 zurück, als bereits die Errichtung eines Thematischen Einkaufszentrums auf diesem Gelände im politischen Raum diskutiert wurde.

Der Rat der Stadt stimmte am 17. Oktober 2011 dem Aufstellungsbeschluss (Bebauungsplan-Nummer 1179) zur Errichtung des Factory-Outlet-Centers (FOC) durch die Douvil GmbH zu.


Seitenanfang

Vergabeverfahren

Vorausgegangen war ein Vergabeverfahren zum Verkauf der stadteigenen Grundstücke des ehemaligen Hamborner Stadtbades sowie der Rhein-Ruhr-Halle. Die Douvil GmbH hat ein Konzept vorgelegt, welches unter Einbeziehung weiterer Grundstücke, wie z. B. die Wohnsiedlung Am Zinkhüttenplatz sowie der geplanten Anbindung Marxlohs in Form eines Stadtboulevards, die wirtschaftlich optimale Basis für die Entwicklung des FOC in Duisburg-Hamborn schafft.

In diesem Konzept finden die nachfolgenden wichtigen stadtentwicklerischen und städtebaulichen Ziele Berücksichtigung:

 

  • Die Bebauung ermöglicht städtebaulich eine Verbindung der beiden Stadtteilzentren Alt-Hamborn und Marxloh entlang der Duisburger-/Weseler Straße.
  • Die Ansiedlung führt zu einer Stärkung, Verbindung und Aufwertung der Stadtteilzentren und entspricht damit den Zielsetzungen des 2010 verabschiedeten Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes zur Stärkung des Hauptzentrums im Duisburger Norden.
  • Es trägt zur Verbesserung der Einzelhandels-Zentralität und zur Rückgewinnung der oberzentralen Funktion Duisburgs bei.
  • Das architektonisch bauliche Konzept beinhaltet den Erhalt des denkmalgeschützten Stadtbades und leistet einen Beitrag zur Bewahrung des bauhistorischen Charakters. Die geplanten, einzeln stehenden Gebäude und die Fassadengestaltung sollen dem bauhistorischen Erbe des Umfeldes gerecht werden und sich ins Umfeld einfügen.

 


Seitenanfang

Die Wohnsiedlung

Durch die Errichtung des Factory-Outlet-Centers müssen 394 Wohneinheiten in unmittelbarer Umgebung weichen; 50 Wohneinheiten sind heute schon unbewohnt. Die betroffenen Mieter sind bereits schriftlich unterrichtet worden und werden derzeit ergänzend persönlich durch die Wohnungsgesellschaft Immeo über den aktuellen Sachstand und die weitere Entwicklung informiert. Mit etwa 100 Mietern wurden bereits persönliche Gespräche geführt.

Die Einbeziehung dieser Grundstücke erfolgte unter Berücksichtigung nachstehender Aspekte:

 

  • Die Planung wird dem demografischen Wandel Duisburgs gerecht: Die Flächennutzung entspricht der nachhaltigen und an die Zukunft ausgerichteten Stadtentwicklungsstrategie.
  • Der Aufgabe von Wohnungen steht allein im Bezirk Hamborn ein Leerstand von 2766 Wohnungen gegenüber. Stadtweit stehen 14 700 Wohnungen leer.
  • Es wird ein sozialverträgliches Umzugsmanagement, das der Investor mit Unterstützung  des Wohnungsunternehmens Immeo umsetzen wird, eingerichtet. 

Seitenanfang

Bebauungsplan

Zur Umsetzung dieses städtebaulichen Projektes ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig. Im Rahmen dieses Bebauungsplanverfahrens wird ein Verfahren durchführen, welches die Rechte aller Beteiligten berücksichtigt. In diesem Verfahren wird es demnächst eine vorgezogene Bürgerbeteiligung geben. Der Bebauungsplan-Entwurf wird dann zu gegebener Zeit öffentlich ausgelegt. Während der Auslegung haben die Bürger Gelegenheit, Anregungen und Bedenken zu äußern. Nach Abwägung dieser Anregungen und Bedenken können diese dann in den Satzungsbeschluss einfließen.

Das Bebauungsplanverfahren wird im Jahr 2012 durchgeführt. Die Stadt Duisburg geht davon aus, dass der Satzungsbeschluss zum Ende 2012/Anfang 2013 vorliegen wird.